Bissverletzung beim Schäferhund
Geschrieben am 15. September 2007 0 Kommentare »

Der hier vorgestellte Schäferhund erlitt bei einer Beißerei mit einem Pittbull-Mix nur leichte Verletzungen. Nach 3 Tagen bekam er hohes Fieber, begleitet von schwersten Allgemeinstörungen. Es wurde weder Futter noch Wasser aufgenommen, Harn- und Kotabsatz waren nicht möglich.
Dank intensivmedizinischer Betreuung erholte er sich bald. Erst jetzt wurde der Auslöser für die schweren Allgemeinstörungen sichtbar:


An der Bissstelle hatte sich eine Wundinfektion ausgebreitet und das riesige Hautareal (ca. 40 x 50 cm) zum Absterben gebracht.
Langsam löste sich das abgestorbene Gewebe oder wurde mit einer Madenbehandlung zum ablösen gebracht.



So sah es nur einen Monat nach dem Vorfall aus:

Und so 2 Monate später:

Nochmals 2 Monate später:

Bis hierher lief die Heilung ohne besondere Komplikationen:

Durch die massive Narbenbildung kam es jetzt zu Wundheilungsstörungen,
die chirurgisch versorgt werden müssen.

Da die Wundheilung zu diesem Zeitpunkt keinerlei Fortschritte mehr machte,
wurde eine Hautverpflanzung durchgeführt. In das Wundgebiet wurden gesunde Hautstücke
eingepflanzt. Diese wurden der gesunden Haut der Brustwand entnommen.

Die Bilder zeigen das Ergebnis nach ca. 4 und 6 Wochen. Die dunklen Punkte im Wundgebiet sind die verpflanzten Hautstücke. Von diesen geht eine neue Hautbildung aus.

Da zum wiederholten Male Wundheilungsstörungen auftraten, mußte ein 2.Mal Haut transplantiert werden.

Nach 8 Wochen war die Wunde endlich geschlossen.

Die Wundfläche muß wegen des empfindlichen Narbengewebes aber weiter täglich gepflegt werden.
Damit sollte dieses Bild der Vergangenheit angehören.

Eine Anmerkung sei mir noch gestattet: dieser Heilungsprozeß zog sich über 1,5 Jahre hin und erreichte den Wert eines gut ausgestatteten deutschen Kleinwagens.
