Ratten und OP ??

Ratten gehören sicher mit zu den beliebtesten Haustieren.Sie sind meist problemlos in Gruppen zu halten, zeigen ein

ausgeprägtes Sozialgefüge und sind extrem pfiffig.

Aber leider werden auch sie krank. Viele Besitzer kennen  z.B. die Problematik der Tumorerkrankungen aus eigenem

Erleben. Es ist ja auch bekannt, daß die Lebenserwartung der Ratten nicht allzu hoch ist. Nun stellt sich natürlich die

Frage: soll ich mein Tier operieren lassen ? Lohnt sich der Aufwand ? Wie lange kann mein Tier danach noch leben ?

Die Antwort wird von Tier zu Tier sicher völlig unterschiedlich ausfallen.

In einigen Fällen wird sich der Tierarzt auch gegen eine Behandlung aussprechen müssen,wenn die Aussichten auf

eine Heilung nicht gegeben sind.

Generell gilt aber, je eher das Tier vorgestellt wird, um so besser sind auch seine Heilungschancen.Hier sind beson-

ders die Tumore gemeint, die zum Teil rasant wachsen können.

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Dieser Tumor hatte sich gut versteckt,konnte aber gut entfernt werden.

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Das war ebenfalls ein sehr großer Tumor, die Wunden sind gut verheilt.Dieses Tier hatte noch 2 weitere Tumore,

die ebenso versorgt wurden.

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Hier mußte  ein zweites Mal operiert werden, die Wundheilung war gestört, wie das untere Bild zeigt:20160411_113631

Das passiert bei Ratten selten,kommt aber auch vor.

Man kann aus den wenigen Beispielen natürlich keine generellen Prognosen ableiten, aber so aussichtslos wie oft

dargestellt, sind Operationen bei Ratten nicht.

Wenn es nach der OP kriselt…….

Viele Tierbesitzer wurden schon mit Operationen bei ihrem Liebling konfrontiert.Sei es aufgrund akuten Geschehens,wie z.B.Unfälle,kosmetische Eingriffe zur Verbesserung der Lebensqualität
oder geplante Eingriffe wie z.B. Kastrationen.
Operation und Narkose wurden gut überstanden, es bleibt die Heilungsphase abzuwarten.
Und die läuft nicht immer so reibungslos, wie es gewünscht wird .
Die auftretenden Wundheilungsstörungen können den Patienten unter Umständen sehr stark beeinträchtigen.
Neben Wundinfektionen,Bildung von Seromen,Fadenreaktionen,Medikamentenreaktionen möchte ich hier auf eine besonders schwere Form einer Gewebereaktion hinweisen.
Bei jeder Operation entsteht im Operationsgebiet und angrenzenden Bezirken ein Trauma, nur durch die Manipulation ausgelöst.In der Mehrzahl der Fälle hat das keine oder wenig Konsequenzen.In Einzelfällen führt dies zu einer Entzündung des Fettgewebes.Eigentlich wird das Fettgewebe abgebaut, nicht so in
diesen Fällen.Die Tiere haben starke Schmerzen und meist auch hohes Fieber , das Allgemeinbefinden kann massiv beeinträchtigt sein.
Bei Wunden auf der Körperoberfläche kommt man dem Geschehen schnell
auf die Spur, aber nicht bei Prozessen im Körperinneren.
Besonders anfällig dafür scheinen Katzen zu sein (Operationen,Unfälle,Hundebisse).Aber auch bei Hunden gibt es solche
Fälle.
Hier einige Fallbeispiele:
Ein DSH mußte nach einem Kreuzbandriß operiert werden.Der Hund konnte kurz nach der OP wieder laufen, aber es entwickelte sich ein massives Serom (Wundflüssigkeit).Die Wunde mußte nachoperiert werden,
was sehr schmerzhaft wegen des starken Zugs der Fäden auf das Gewebe war.Kurz danach bekam das Tier Fieber.Es hatte sich im Wundgebiet eine Fettnekrose gebildet.Durch entsprechende Behandlungen besserte sich das Bild zusehends und die Wunde heilte ab.

Eine Katze wurde von einem Hund gepackt und tief in beide Seiten des Bauches gebissen.Die Wunden wurden versorgt und heilten problemlos ab.Einige Tage später wurde das Tier wegen starker Schmerzen im Bauchbereich und hohem Fieber vorgestellt.Um die abgeheilten Hautwunden hatten sie stark höckrige Aufwölbungen gebildet,die bis in
die Bauchmuskulatur reichten.Die Op erbrachte bräunliche Fettmassen
,die komplett entfernt wurden.Die Katze erholte sich schnell.

Eine Hündin wurde kastriert. 2 Tage später wurde sie mit Fieber und
starken Schmerzen vorgestellt.Sie wurde wegen des Verdachts auf eine
Infektion mit Antibiotika und Schmerzmitteln versorgt.Da sich das klinische Bild nicht änderte, wurde eine zweite Op durchgeführt.
Es fanden sich stark veränderte Fettgewebsanteile in der Bauchhöhle.
Diese wurden entfernt . Leider trat kurz danach wieder Fieber auf, so dass sie in eine Klinik überwiesen wurde.Da sich die Symptome
trotz der Intensivbehandlung nicht besserten, wurde der Hund erneut
operiert.Die Befunde waren noch ausgeprägter als bei der vorherigen OP.Es wurde nochmals alles radikal umschnitten und die Hündin erholte sich wieder.

Solche Fälle beanspruchen einen enormen Aufwand an Zeit, Geld und Geduld.Und auch ein bißchen Glück.