Ein seltener Fall

Ein 6-jähriges weibliches Kaninchen wurde wegen Fressunlust, Kopfschiefhaltung und Lähmungen der Hinterhand vorgestellt.
Die Symptome sind ganz plötzlich aufgetreten. Die Untersuchung ergab einen positiven Befund auf Encephalitozoon cuniculi, eine parasitäre Erkrankung. Diese kann u.a. mit neurologischen Symptomen und Nierenschäden einhergehen.

Die eingeleitete Behandlung mit Antibiotika, Entzündungshemmern und einem Antiparasitikum führten zur schnellen Besserung der Symptome.

2-3 Wochen später wurde das Tier wieder mit vermindertem Appetit und deutlichem Gewichtsverlust vorgestellt. Die Untersuchung zeigte eine einseitig deutlich vergrößerte Niere. Das Röntgenbild offenbarte die Ursache: Das Nierenbecken war vollständig mit Konkrementen ausgefüllt. Die 2. Niere war ebenso betroffen. In Absprache mit dem Besitzer wurde von einer weiteren Behandlung abgesehen.

Konkremente im Nierenbecken eines Kaninchens